Kategorien
Asien China Gartenkunst Japan Kulturelles Kunst Natur Ostasien Reiseziele

Bonsai: Mini-Bäume aus Japan

Wenn ein Kind einen Baum malt, hat er meist einen dicken braunen Stamm und mächtige Äste, die ein dichtes Blätterdach tragen. Malt es daneben noch einen Menschen, ist dieser meist höchstens halb so groß wie der Baum. So kennen wir Bäume. Egal, ob wir im Wald unterwegs sind, eine Wanderung in den Bergen unternehmen oder den Christbaum für Weihnachten schmücken.

Doch ein Baum sprengt die Grenzen dieser Vorstellung: der Bonsai. Der Bonsai ist ein extrem klein gezüchteter Baum, der zwar Ähnlichkeiten mit seinen großen Artgenossen aufweist, uns aber nicht mal bis zur Hüfte reicht. Einen Bonsai zu züchten ist eine hohe Kunst und erfordert viel Erfahrung, Geschick und Geduld. Es gibt verschiedene Baumarten, die zu einem Bonsai gezüchtet werden können. Dazu zählen zum Beispiel Kiefern, Wacholdern oder Ahorne.

Ihren Ursprung hat diese Gartenkunst in China. Bereits zu Zeiten der Han-Dynastie, zwischen 206–220 n. Chr., wurden Bäume aus ästhetischen Gründen möglichst klein gezüchtet. Eine Sage besagte, dass ein Zauberer namens Jiang-Feng alle Pflanzen und Gesteine klein zaubern könne.

Der Bonsai wie wir ihn heute kennen, stammt jedoch aus Japan. Buddhistische Mönche brachten das Wissen über die Bonsai-Kultivierung ca. im 10. und 11. Jahrhundert von China nach Japan. Die Japaner nutzen einheimische Baumarten, um Bonsais zu züchten und entwickelten so verschiedene Bonsai-Formen. Die kleinen Bäume wurden immer beliebter. Man nutze sie als Kunstobjekt, aber auch als wichtige Ware beim Tauschhandel.

Im 19. Jahrhundert gewann der Bonsai an Popularität und schmückte viele traditionelle japanische Teehäuser. 1867 präsentierte Japan seine Bonsais auf der Pariser Weltausstellung und verhalf den kleinen Bäumen so zu internationaler Bekanntheit. Wenig später wurde der Bonsai in Japan selbst zum Symbol der avantgardistischen und anti-nationalistischen Bewegung. Grund dafür war, dass sich die Bonsai-Kunst an chinesischer Malerei orientierte und China damals von Nationalisten als Feind angesehen wurde.

Bonsais
Bonsais

Seit dem 20. Jahrhundert ist der Bonsai ein auf der ganzen Welt immer beliebter werdendes natürliches Kunstobjekt und Hobby. Es heißt, der Bonsai sei natürlicher als die Natur selbst, entstanden aus einer Kunst, die sich die Natur zum Vorbild nimmt. Es gibt sogar Bonsai-Museen, wie zum Beispiel in Deutschland das Bonsai Museum Düsseldorf.

Einen Bonsai zu kultivieren ist nicht einfach. Durch Wurzel-, Form- und Blattschnitte, Drahtung und teils Flechtung wird das Wachstum des Baumes eingeschränkt. Dabei orientiert man sich an künstlerischen und historischen Idealen wie zum Beispiel der Zen-Kultur, Wabi und Sabi oder der konfuzianisch und taoistisch beeinflussten chinesischen Malerei.

Um wunderschöne und vielseitige Arten von Bonsais zu sehen, lohnt sich eine Reise nach Japan. Hier findet man die verschiedensten Bonsais und kann die kleinen Bäumchen aus nächster Nähe betrachten. Auf einer Japan Rundreise kann man sich über die Geschichte, Kunstform und Kultivierung der Bonsais informieren. Außerdem ist der Bonsai das perfekte Souvenir, um sich auch später noch an seine Japan-Reise zu erinnern und anderen ein Stück Kultur und Natur von diesem faszinierenden Land mitzubringen.


Gehe auf Bonsai-Entdeckungsreise nach Japan, besuche quirlige Städte wie Tokio oder Kyoto, besteige den Mount Fuji und erlebe das einzigartige Naturschauspiel der blühenden Kirschblüten. Neugierig? Hier findest du das passende Angebot für deine Japan-Reise:

Rundreise – Japans Höhepunkte aktiv erleben

Diese Rundreise führt von Osaka über Kyoto und Kamakura nach Tokio. Auf dem Weg lassen viele Zwischenstopps die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Der Besuch der Gedenkstätte in Hiroshima bietet die Möglichkeit, an den Abwurf der Atombombe von 1945 erinnern. Anschließend bieten die Wanderungen im Hakone-Nationalpark einen traumhaften Blick auf den berühmten Fuji Berg. Die Rundreise beinhaltet außerdem den Besuch verschiedener UNESCO-Weltnatur- und -Weltkulturerbestätten wie beispielsweise den Nikko-Nationalpark oder die „Burg des weißen Reihers“. Es ist eine Reise, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Daibutsu Statur: Kyūdō wird oft mit dem Zen-Buddhismus in Verbindung gebracht.
Daibutsu Statur: Kyūdō wird oft mit dem Zen-Buddhismus in Verbindung gebracht.

Rundreise – Kyoto

Diese Rundreise orientiert sich an der faszinierenden Stadt Kyoto. Von hier aus besuchen wir das UNESCO-Weltkulturerbe in Nikko, den malerischen Berg Fuji-san und die Schreininsel Miyajima. Wir wandern den Pilgerweg Kumano Kodo und entdecken Osaka, Tokio und Kyoto.

Sake Fässer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert