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5 Kuriose Fakten über Angkor Wat

Eines der bedeutendsten Ziele bei einer Reise nach Kambodscha dürfte wohl dessen Nationalsymbol sein: Die Tempelanlagen um Angkor Wat bei Seam Reap. Reiseberichte und Informationen zu der berühmten Stätte sind weit verbreitet und in großer Zahl verfügbar, weshalb wir versuchen möchten, die Tempelanlage nicht einfach erneut vorzustellen, sondern einige kuriose und ungewöhnliche Fakten zu präsentieren.

1. Unübertreffbar

Angkor Wat ist der berühmteste Tempel der unübertreffbar großen Tempelanlagen um Angkor. Angkor umspannt ein Gelände von 400km² und beherbergte in seinen Hochzeiten bis zu 1 Million Menschen. Mehr als das damalige London zählte. Auf dem gesamten Gebiet findet man noch heute verschiedenste Tempel und deren Ruinen, womit Angkor die größte religiöse Tempelanlage der Welt ist. Können Sie sich vorstellen, wie groß 400km² sind? Nein? Zum Vergleich: Ein Fußballfeld umfasst gerade mal 0,00714 km² und die Stadt München hat eine Fläche von 310km².

2. Kraftakt

Legenden sagen, dass sich der Tempel Angkor Wat selbst gebaut hat oder immer da war. Die Wissenschaft sagt dagegen, dass Angkor Wat in 37 Jahren erbaut wurde. Dazu wurden tausenden Elefanten und 300.000 Personen benötigt, denn Maschinen gab es noch keine. Blickt man vergleichend auf die Bauzeit andere Sakralbauten, ist man weit von dieser kurzen Zeitspanne entfernt. Der Bau von Notre Dame dauerte von 1163-1345 zum Beispiel 182 Jahre und für den Bau des Petersdoms gingen 120 Jahre ins Land. Heutige Hochrechnungen schätzen, dass ein Bau von Angkor Wat bei Anwendung der gleichen Baumethoden 350 Jahren dauern würde. Können Sie sich vorstellen, wie viel Kraft und Dedikation in diese Bau geflossen sein muss?

Feld mit Blick auf Angkor Wat (Copyright@ Tourism Cambodia)

3. Ausrichtung

Anders als die meisten Tempel in Angkor ist Angkor Wat gen Westen ausgerichtet. Dafür gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Einige vermuten, dass der Tempel als Grabstätte geplant und errichtet wurde, da der Westen im Hinduismus auch als Symbol des Todes gilt. Andere behaupten, dass die Ausrichtung mit dem Gott Vishnu zu tun hat, der Herrscher des westlichen Quadranten ist, und dem der Tempel geweiht ist. Eine weiter Theorie besagt, dass der Bau von Angkor Wat auf Grund seiner Integration in eine bereits bestehende Stadt nach Westen ausgerichtet wurde. Andernfalls wäre er der Stadt mit dem Rücken zugewandt gewesen, was Unglück bringen sollte. Welcher Erklärung würden Sie Glauben schenken?

4. Dem Dschungel überlassen

Über 500 Jahre lang wurde Angkor aufgebaut, vergrößert und mit einem äußerst fortschrittlichen Kanalsystem ausgestattet und dann wurde es einfach verlassen und dem Dschungel überlassen. Manche sagen, dass der Grund für das Verlassen von Angkor ein Krieg mit Siam, dem heutigen Thailand, war. Andere vermuten als Grund für den Untergang einen Zusammenbruch des fragilen Wassersystems, sodass die Versorgung nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte und wieder andere vermuten finanzielle Schwierigkeiten, nachdem zu lange großzügig und eventuell auch größenwahnsinnig immer weitere Tempel erbaut wurden. Warum genau Angkor also dem Dschungel überlassen wurde, bleibt immer noch ein Rätsel und eine äußerst spannende Frage. Welchen Grund vermuten Sie?

Von Natur und Dschungel vereinnahmte Ruinen des Tempel Ta Prohm in Angkor (Copyright@ Tourism Cambodia)

5. Astrogeometrie

Besucht man den Tempel am Tag der Frühlingstagundnachtgleiche, sieht man, wie die Sonne direkt über dem zentralen Turm aufgeht. Und nicht nur das, auch in alle andern Himmelsrichtungen konnte eine genaue Sonnenausrichtung festgestellt werden. In der Länge der Außenmauern vervielfacht sich die damalige kambodschanischen Längeneinheit mit der Zahl 365,24. Diese beschreibt gleichzeitig die exakte Dauer eines Sonnenjahres. Außerdem zählen die Tempelanlagen um Angkor Wat exakt 108 Türme in Form einer Lotusblüte. 108 ist außerdem die Zahl, die bei Vervielfachung des Durchmessers des Mondes exakt dessen Entfernung zur Erde beschreibt und bei Vervielfachung des Durchmessers der Sonne exakt deren Entfernung zur Erde. Was glauben Sie, handelt es sich bei diesen Zahlen um Zahlen, die später errechnet wurden und zufällig passen oder haben sich die Khmer beim Bau von Angkor Wat tatsächlich so stark an unseren Sternen orientiert?

Sollten Sie beschließen, Angkor einen Besuch abzustatten, lohnt es sich schon vorher zu überlegen, was Sie sehen möchten und welche Tempel sie neben dem berühmten Angkor Wat eventuell noch sehen möchten. Dazu eignen sich verschiedenen Rundgänge.

Erkunden Sie die beeindruckenden Tempelanlagen bei folgenden Reisen:


Bayon
Von Hanoi geht es zur Halong-Bucht, nach Hoi An und zum Mekong Delta. Gefolgt von Banteay Srei, Bayon, Angkor Thom und Angkor Wat – eine Aneinanderreihung von Höhepunkten!


Magie und Mythos Indochinas
Entdecken Sie auf dieser Reise Kultur und Natur Indochinas in Vietnam und Kambodscha. Entdecken Sie unter anderem Vietnams Hauptstadt Hanoi, die Küstenstädte Hue und Hoi An und das UNESCO Welterbe Angkor.

Begegnung in den Ruinen von Angkor

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