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Do’s und Don’ts in Japan

Eine Reise nach Japan verspricht das Kennenlernen einer völlig neuen Kultur, Sitten und Bräuchen. Doch was spannend und abenteuerlich klingt, kann auch schon mal zu einem kulturellen Hindernislauf werden. Denn obwohl man von den meisten Japaner durchaus freundlich angelächelt wird, so kann das eigene Verhalten auch schnell Skepsis und Anstoß erregen. Daher sollte ein jeder Japanreisende sich vorab genau über die „Do’s und Don’ts“ in Japan informieren.

  1. Das Verbeugen
Sankeien Garden (© Japan National Tourism Organization)
Sankeien Garden (© Japan National Tourism Organization)

Jeder, der sich bereits ein wenig mit Japan beschäftigt hat, weiß, dass sich Japaner voreinander verbeugen, anstatt sich die Hand zu reichen. Als Ausländer sollte man diese höfliche Geste erwidern. Dabei gilt es sich so lange zu verbeugen, bis das Gegenüber sich wieder erhebt. Es sei denn man selbst nimmt eine höhere Stellung ein. In diesem Fall wartet der japanische Begrüßungspartner. Bei der Verbeugung ist es übrigens üblich für Männer die Hände an der Hüfte zu halten und für Frauen die Hände über dem Schoss zu falten. Im Falle, dass man sich gegenüber eines Vorgesetzen oder einer älterer Person verbeugt, sollte man sich tiefer verbeugen als die „höher gestellte“ Person. Manche Japaner verbeugen sich auch mehrere Male. In diesem Fall gilt es die Verbeugung genauso oft zu wiederholen.

  1. Essen
Traditionelles japanisches Essen (© Japan National Tourism Organisation)
Traditionelles japanisches Essen (© Japan National Tourism Organisation)

Gegessen wird in Japan, wie in den meisten asiatischen Ländern, mit Stäbchen. Das sollte man ausreichend vor der Reise geübt haben, denn häufig werden einem keine Gabel und kein Messer zur Verfügung gestellt. Um Dankbarkeit für das Essen auszudrücken, sagt man “Itadakimasu”, was sich mit dem deutschen “Guten Appetit” oder “Danke für das Essen” vergleichen lässt. Kleine Schalen mit Reis oder Nudeln werden einfachheitshalber hoch gehoben, um nicht zu kleckern. Beim Essen sollte man es tunlichst vermeiden, die Nase zu putzen oder die Stäbchen im Reis stecken zu lassen, da es sich hierbei um ein Symbol für den Tod handelt. Getränke schenkt man üblicherweise seinem Gegenüber ein und wenn man nicht mehr trinken möchte, sollte man das Glas halb voll stehen lassen. Die Rechnung wird in Japan nicht am Tisch, sondern an der Kasse gezahlt und Trinkgelder sind nicht üblich.

  1. Gastgeschenke

In Japan ist es gern gesehen, bei einer Einladung ein Gastgeschenk zu überreichen. Dieses sollte weder weiß noch gelb sein. Weiß steht als Farbe der Trauer und Gelb steht für den Verrat. Gastgeschenke werde außerdem nicht sofort ausgepackt, da man partout vermeiden möchte, eventuelle Enttäuschung zu zeigen und somit das Gegenüber in eine peinliche Situation zu bringen.

  1. Tipps für Geschäftsleute

In Japan gibt es viele ungeschriebene Regeln, die ein jeder Japaner einhält und die man kennen sollte, damit einem der nötige Respekt zuteil wird. So sollten Geschäftsmänner zum Beispiel immer einen dunklen Anzug und ein helles, einfarbiges Hemd tragen. Frauen sollten auf hohe Schuhe verzichten, um das männliche Gegenüber möglichst nicht zu überragen und bei der Wahl der Schuhe sollte man beachten, dass diese häufig ausgezogen werden müssen. Das kann unter Umständen bei Schnürschuhen schnell zur Last werden. Das Überreichen von Visitenkarten ist in Japan sehr üblich. Dabei sollte man sich diese einige Sekunden ansehen und sie dann in die Brusttasche des Hemdes stecken.

  1. Die Toiletten

Baderäume und Toiletten gelten in der Geschichte der japanischen Kultur als „unreine“ Räumlichkeiten. Früher war es üblich, lediglich Stehtoiletten außerhalb der Wohnräume zu besitzen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Japaner jedoch den westlichen Standards angepasst und noch einen drauf gelegt. Heutzutage gibt es die modernsten und futuristischen WCs in Japan, die man sich nur vorstellen kann. Wenn man als Gast den Waschraum seines Gastgebers benutzen möchte, sollte man von den „Wohnraumhausschuhen“ in die „Badezimmerhausschuhe“ schlüpfen und umgekehrt, sobald man das Bad verlässt.

  1. Japanisch lernen

Das Lernen der Sprache gehört in jeder Kultur zu einer der Schlüsselfunktionen, um das Verhalten und die Sitten eines Landes zu verstehen. Daher sollte man sich ernsthaft überlegen, einen Sprachaufenthalt in Japan zu machen. Denn mit Hilfe der Sprache kann man sich besser mit den Japanern verständigen und ihre Kultur mehr und mehr nachzuvollziehen.

Diese vielen Benimmregeln mögen vielleicht erst einmal abschrecken, aber gut vorbereitet gibt es nichts zu befürchten. Die japanischen Einwohner sind sehr darauf bedacht, höflich und freundlich zu sein und mit der richtigen Einstellung wird auch ein Japan-Urlaub zu einem der schönsten und einmaligsten Erlebnisse in Ihrem Leben.

Unsere Japanreisen.

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